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  • Messtechnik

    Im Rahmen der Geschwindigkeitsüberwachung im Straßenverkehr kommt eine Vielzahl von Messgeräten und Messverfahren zum Einsatz, die sich sowohl bezüglich der verwendeten Technik als auch hinsichtlich der Funktionsweise deutlich voneinander unterscheiden. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht und eine Kurzbeschreibung zu den am häufigsten eingesetzten Gerätetypen mit denen zur Zeit über 90% der Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden.

    Die gängigsten Messgeräte

    Lasermessgeräte

    • VitronicPoliscanspeed
    • Jenoptik TraffiStar S350
    • LEIVTEC XV3

    Handlasermessgeräte

    • Riegl FG21-P
    • Riegl LR90-235

    Piezosensormessgeräte

    • Traffipax Traffiphot S
    • Traffistar S330

    Einseitensensormessgeräte

    • eso ES3.0
    • eso ES1.0

    Radarmessgeräte

    • Multanova VR6F
    • TraffipaxSpeedophot

    Videomessverfahren

    • ProViDa 2000
    • VKS 3.0

    Vitronic PoliScan Speed

    Das PoliScanspeed Messgerät der Firma Vitronic wird in den Bußgeldbescheiden gern als Lasermessgerät mit Fotoeinrichtung benannt. Unter Berücksichtigung des Messprinzips ist das PoliScanspeed jedoch weniger mit einem Handlasermessgerät als mehr mit einem Radarmessgerät zu vergleichen.

    Jenoptik TraffiStar S350

    Bei dem TraffiStar S350 handelt es sich ebenso wie bei dem Vitronic PoliScan Speed Messgerät um ein Lasermessgerät, welches nach dem LIDAR (Light Detection And Ranging) - Prinzip arbeitet. Dabei wird ein Lasermessstrahl über einem Messbereich von 10 Metern aufgefächert.

    Riegl FG21P

    Beim Geschwindigkeitsmessgerät RieglFG 21-P handelt es sich um ein Handlasermessgerät, bei welchem ein Impulsgenerator in periodischer Folge ein Halbleiterlasersystem ansteuert, wodurch für die Dauer der Messzeit eine Serie kurzer Infrarot-Lichtimpulse - gebündelt über die Sendeoptik - abgestrahlt wird.

    LEIVTEC XV3

    Bei dem Geschwindigkeitsüberwachungsgerät LEIVTEC XV3 handelt es sich um ein Laser-Messgerät zur mobilen Messung der Geschwindigkeiten von Fahrzeugen, welches am 02. Juli 2009 die innerstaatliche Bauartzulassung der PTB erhalten hat. Die Ermittlung der Geschwindigkeit beruht auf der Änderung der Entfernung des anvisierten Ziels in Abhängigkeit der Zeit

    ESO Einseitensensormessgerät ES 3.0

    Das Einseitensensormessgerät der Firma ESO arbeitet mit einer Reihe fest im Sensorkopf verbauter Helligkeitsdifferenzsensoren. (Sensor 1-3) Entsprechend der Triggerung(Messfrequenz 100 KHz) der ermittelten Helligkeitsdifferenzen kann durch eine Verschiebung und Korrelierung der Signalverläufe der zeitliche Versatz und somit auch die Geschwindigkeit des sich am Sensorkopf vorbeibewegenden Signalbildes zwischen den einzelnen Sensoren ermittelt werden.

    Multanova VR-6F

    Das Verkehrsradargerät Multanova 6F arbeitet nach dem Doppler-Prinzip, d.h. von einer Radarantenne wird hochfrequente Strahlung unter einem definierten Abstrahlwinkel (Messwinkel) mit bekannter Wellenlänge kontinuierlich ausgesandt und nach Reflexion von dieser wieder aufgefangen.

    ProViDa 2000

    Die Abkürzung ProViDa bedeutet Professional Video Data, wodurch bereits indiziert wird, dass Verkehrsverstöße mit ihren spezifischen Daten - insbesondere in Kombination mit einer Videoanlage - beweissicher festgehalten werden können. Es werden mit dem Messfahrzeug eine Wegstrecke und die Zeit über diese Wegstrecke gemessen, die das zu messende Fahrzeug braucht, um diese Wegstrecke zu durchfahren. Aus den Messwerten für Weg und Zeit berechnet dann die ProViDa-Technik die Durchschnittsgeschwindigkeit des Tatfahrzeuges. Es handelt sich also immer um eine Weg - Zeit - Messung. In Kombination mit einer Videoanlage können die Daten zeitgleich mit der Anzeige in den Displays ebenfalls auf Band aufgezeichnet werden.